Fea´s naive Welt

Fea´s naive Welt

Transkript

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00:00:09: Hallo und herzlich willkommen in fairs naiva welt, deinem podcast für mehr Empathie in Kitas.

00:00:14: Ich bin fairfinger ich bin Kindheitspädagogin und selbstständige Weiterbildnerin für pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen mit so ein paar Schwerpunktthemen wie zum Beispiel Adultismus und Partizipation.

00:00:27: alle Infos dazu findest du auf meiner Homepage www.vierhaftfinger.de.

00:00:31: und in diesem Podcast versuche ich im Moment jeden Monat drei Folgen rauszugeben, in zwei davon spreche ich alleine und in einer davon meist mit einem Gast zu einem aktuellen Thema das Kitas betrifft.

00:00:45: Das können einzelne Situationen sein oder das können auch größere Themen mal sein.

00:00:50: und in dieser Woche habe zum Thema Inklusion.

00:00:56: Ich habe ja gesagt, größeres Thema.

00:00:58: Laura Merkel ist zu Gast.

00:01:00: Sie ist Erzieherin und sie ist stellvertretende Kita-Leitung mit den Schwerpunktthemen bedürfnisorientierte Pädagogik und Inklusionen.

00:01:09: Sie gibt selbst auch Seminare dazu unter anderem Achtung unbezahlte Werbung bei Merakita voll empfehlenswert alle dahingehend wichtig.

00:01:18: und beim Pädagogikum Das ist das Fortbildungsinstitut von Daniela Faller, die du womöglich schon kennst.

00:01:25: Die hat nämlich auch hier im Podcast schon mal einen Gastplatz gehabt, sag ich jetzt mal.

00:01:32: Da ging es ums Thema wenn ich noch richtig zusammen kriege Veränderungen im Team begleiten.

00:01:38: Ich weiß nicht mehr wie die Folge heißt aber du kennst das Spiel skruldig durch!

00:01:42: Du wirst es finden!

00:01:45: Genau so und mit Laura Merkel möchte ich heute wie gesagt über Inklusion sprechen.

00:01:50: Laura, ich freue mich voll, dass du da bist.

00:01:52: Herzlich willkommen!

00:01:54: Ich freu' mich auch, Riesi.

00:01:55: Hallo!

00:01:56: Hallo?

00:01:57: Ich hab ganz kurz gesagt, Du bist Erzieherin und stellvertretende Leitung.

00:02:01: Du gibst selbst Seminare vor allem zum Thema Inklusion und darüber wollte ich heute mit dir sprechen.

00:02:06: Habe ich irgendwas vergessen was dir wichtig wäre?

00:02:09: Nein, war alles drin.

00:02:11: Alles richtig, alles dabei.

00:02:14: Sehr gut.

00:02:16: Ja, Inklusion... Ich kann mich erinnern, ich hatte ganz am Anfang schon mal einen Gast in Folge fünf.

00:02:23: Da ging es auch im Inklusion und ich habe gedacht, das ist noch jetzt voll gut wenn wir nochmal darüber sprechen.

00:02:29: Und als allererstes würde ich dich gerne fragen was ist der Unterschied zwischen Inklusion- und Integration?

00:02:37: Ja ein Lesenunterschied!

00:02:39: Aber das wird immer noch so synonym verwendet oder?

00:02:42: Ja total, ja ganz oft.

00:02:45: Also ein größteren Unterschied kann es in meinen Augen ja fast gar nicht geben.

00:02:49: Also Inklusion als die Paragunkel, die Strukturen verändert, die irgendwie im Vielfalt als selbstverständlich sieht und Integration dazu natürlich als Gegenteil indem sich die Struktur verendet werden sondern die Menschen innerhalb der Struktoren.

00:03:06: Das ist für mich so der allergrößte Unterschied das in Kitas dann auch ausmacht.

00:03:12: Ja Also du würdest sagen, wenn ich das jetzt nochmal richtig hinkriege.

00:03:17: Du würdest sagen bei der Integration versucht man den Menschen an die Struktur anzupassen und bei der Inklusion quasi umgekehrt?

00:03:25: Ja, richtig!

00:03:26: Ja okay... Und warum wird es immer noch so viel verwechselt oder irgendwie so synonym auch benutzt?

00:03:33: weil's ist ja wirklich dann einfach was ganz anderes.

00:03:36: Ja, tatsächlich total.

00:03:38: Ich weiß es nicht!

00:03:38: Ist das der Anfangsbuchstabe?

00:03:40: Ist es das IH?

00:03:40: Häufig wird ja auch nur von IH-Gruppen oder IH Kindern und Co.

00:03:44: gesprochen.

00:03:45: Stimmt.

00:03:45: Es ist das iH ich weiß es noch nicht.

00:03:47: Ich glaube, es ist schon ein bisschen der Schwerpunkt.

00:03:51: wie setzt man sich mit dem Thema auseinander?

00:03:54: Wie viel Freiheit kann ich da auch zulassen?

00:03:57: Und Strukturen sind natürlich auch was... Halt gibt und bin ich da so bereit, die einfach zu verändern?

00:04:02: Die abzubauen.

00:04:03: Die aufzusprengen gegebenenfalls.

00:04:07: Und das ist schon was... Was höre ich jetzt so raus?

00:04:10: Was du sagen würdest zur Inklusion ist es wichtig sich die Strukturen nochmal anzugucken und zu schauen.

00:04:15: was brauchen wir wirklich und was kann vielleicht auch weg?

00:04:19: Ja absolut Absolut, das ist in meinen Augen so das gängige Thema.

00:04:24: Da geht es ja auch... Das würde ich jetzt gar nicht unbedingt nur der Inklusion zusprechen.

00:04:28: Das ist ja auch, worum es bei der Bedürfnisorientierung geht, worums bei Partizipationen geht die Strukturen aufzubrechen?

00:04:36: Natürlich brauchen wir irgendwo einen Rahmen und Strukturn aber Struktur, die man verändern kann, die Man aufbrechen kann struktur in den Platz ist für Vielfalt digitalität

00:04:47: und die halt in sich auch irgendwie veränderbar sind.

00:04:50: Ja,

00:04:51: unbedingt!

00:04:53: Weil das ist ja so mein Punkt immer mit der Struktur-Flexibilität, dass ich sage wir brauchen eine Struktur und sie bringt uns nichts wenn es sich verhindert, dass auf individuelle Bedürfnisse eingehen kann.

00:05:06: Das ist so der springende Punkt zwischen Integration und Inklusion.

00:05:09: In der Integration hindert uns die Struktur wahnsinnig.

00:05:13: Und dann ist natürlich was... Was verändern?

00:05:16: Und dann ist das Erste, was wir verändern.

00:05:17: Das Kind oder der Mensch in dem System.

00:05:22: und würdest du jetzt sagen?

00:05:23: Also ich finde schon dass immer noch er versucht wird das Kind zu verändern als die Umgebung anzupassen.

00:05:33: Obwohl das ja so ein altes Ding ist.

00:05:35: Ich glaube Montessori hat schon gesagt Wir müssen die umgebungen an das Kind anpassen und nicht umgekehrt.

00:05:42: Würdest du sagen, das ist wirklich noch so ein Gedankengut, dass dir auch in Seminaren begegnet?

00:05:49: Ja tatsächlich.

00:05:51: Schon noch ziemlich oft!

00:05:52: Also wie du sagst wir wissen es ja schon ganz lange weil die haben einfach nur ein Beispiel gefangen.

00:05:57: Forschung ist da ja mittlerweile auch richtig weit, was das Thema betrifft.

00:06:01: Und trotzdem erleben wir es in ganz vielen Kitas noch.

00:06:04: Sein so Klassiker wie der Morgenkreis oder die Gartenzeit pünktlich um elf oder ähnliche Dinge?

00:06:11: Also das gibt's in vielen Kuitas ist es ja Gang und Gebe dass das Strukturen sind nur ein paar Beispiele, die nicht aufgebrochen werden können.

00:06:20: wollen gemacht werden?

00:06:25: Ja Ich glaube, das ist so von allem.

00:06:28: Die nicht aufgebrochen werden können wollen dürfen wie auch immer.

00:06:34: Das sind die Frage dahinter!

00:06:37: Ja und ich denke immer wer entscheidet es denn?

00:06:39: Also auf welchem Grundsatz entscheide ich denn welche Struktur jetzt super wichtig kann?

00:06:49: vielleicht weg oder so.

00:06:51: Also woran erkenne ich denn, ob eine Struktur auch hinderlich ist?

00:06:55: Gibt es da irgendwie einen... also normal frage ich die Best Practice Beispiele immer erst später.

00:07:00: aber wenn wir jetzt gerade dabei sind gibt's da irgendwas wo du sagen würdest daran kann ich erkennen ob die Struktur uns gerade hindert.

00:07:08: Ja, total.

00:07:09: Also Grundlage für alles natürlich die Beobachtung.

00:07:12: also immer dann wenn ich merke da kommt jemand an der Grenze im System dann ist es spätestens.

00:07:17: dann ist Zeit diese Grenze zu hinterfragen.

00:07:20: Oder wozu wir in unserer Kita, die Kinder auch wahnsinnig ermutigen ist sich zu beschweren.

00:07:25: Also auch es sich trauen und mal zu sagen hey das passt für mich grad gar nicht oder fühlt sich für mich nicht gut an ich brauche was anderes.

00:07:32: Und spätestens dann habe ich auch total den Anlass da nochmal zur Reflectierung zu sagen okay warum machen wir das denn eigentlich?

00:07:39: Oder auch mit den Kindern gemeinsam zu besprechen.

00:07:42: Warum machen wir dass denn so?

00:07:43: Es macht es für euch Sinn, macht es uns Sinn.

00:07:46: Was ist denn da die Begründung dahinter?

00:07:48: Also da ganz offen zu sein und auch offen dafür zu sein, dass jemand ums Eck kommt und sagt für mich passt es nicht.

00:07:55: Müssen wir noch mal neu denken?

00:07:58: Ja also gerade so Beschwerden das gehört ja auch zur Partizipation mit.

00:08:02: dazu ist er eigentlich ein Kinderrecht und ich finde da trifft sich's ganz gut weil auch Inklusion ist ja ein Recht, das es gibt.

00:08:14: Kannst du da was dazu sagen, wie ist Inklusion als Recht der Kinder zu verstehen?

00:08:21: Ja, Inklusion steht in den Kinderrechten.

00:08:24: Kinderrechte sollten ja generell die Basis unserer Arbeit sein.

00:08:27: Also haben wir es da schon mal verankert mit Recht auf Gleichbehandlung, Recht auf Bildung, recht auf Förderungen und Teilhabe.

00:08:35: Inklusion generell.

00:08:37: Und dann steht's natürlich auch noch Kinder dürfen nicht ausgeschlossen werden und müssen Zugang zu einem inklusiven Bildungssystem haben.

00:08:51: Und damit haben wir es rechtlich festgelegt, damit stellt sich die Frage ob Inklusion überhaupt tun, stellt sich dann gar nicht mehr.

00:08:58: an dem Punkt ist es hoffentlich eine Selbstverständlichkeit.

00:09:02: Ja gut aber das heißt ja eigentlich auch dass man sich auch nicht mehr so hinter dieser Integration verstecken kann.

00:09:08: Ich meine, du hast ja total easy dieses Riesenthema auf den Punkt gebracht und hast gesagt es geht einfach nur darum wie werden Strukturen gebaut?

00:09:17: für wen passen die dann?

00:09:19: Und das heißt wir können uns wenn man jetzt das sieht was du gerade gesagt hast eigentlich nicht hinter diesem Integrationsbegriff verstecken.

00:09:28: Aktuell ist der Grund wieso viele Kitas noch zur Integration greifen Die Finanzierung ist die Möglichkeit für kleinere Gruppen, für mehr Fachkräfte und Unterstützungsmaßnahmen.

00:09:40: Ich denke dass das auch ein ganz großer entscheidender Punkt ist.

00:09:43: ich glaube trotzdem, dass wir es auch in der Inklusion sehr gut schaffen könnten.

00:09:49: Also generell sagt ja die UN-Behindertenrechtskonvention nicht du erzieher du machst jetzt Inklusion sie verpflichtet ja nicht unbedingt einzelne Personen sondern das ganze System dahinter also komplette Konstruktion.

00:10:07: Also in meinem Kopf macht es totale Knoten.

00:10:09: Weil jetzt kommen wir ja schon zum nächsten Thema, dass Leute dann sagen bei uns geht keine Inklusion weil die Gelder sind nicht da das System ist nicht da die Gruppen sind zu groß und so weiter.

00:10:23: also wie begegnest du dem?

00:10:26: Ich könnte mir vorstellen auch in deinen Seminaren sitzen wahrscheinlich Leute die solche Dinge dann sagen.

00:10:33: Und ich würde behaupten, wenn wir jetzt noch mal zurückgehen auf welche Strukturen gibt es

00:10:38: denn?

00:10:39: Dann ist ja in jeder Kita was möglich unabhängig von Geld und unabhängig davon, welche Gebäude wir haben.

00:10:45: Ist das nicht so?

00:10:45: Ist das ein Denkfehler bei mir?

00:10:47: Nein absolut!

00:10:48: Das ist für mich der springende Punkt.

00:10:51: Ich kann den Ärger verstehen im ersten Gedanken auch die Verzweiflung dahinter zu sagen, es geht bei uns aber Aber dann muss es ins Weite denken kommen.

00:11:01: Ich behaupte, es geht in jeder Kita immer.

00:11:04: Es geht überall egal unter welchen Rahmenbedingungen.

00:11:07: Wir können immer irgendwo eine Lösung finden.

00:11:10: Im Grunde geht's ja

00:11:12: um

00:11:13: die Kinder mit denen wir arbeiten und deren Bedürfnisse.

00:11:16: Es gibt gar nicht direkt um Diagnosen oder ähnliches.

00:11:19: Das sollten wir eigentlich komplett unabhängig sehen sondern generell einfach die Bedürfe von irgendwas.

00:11:26: Und das kann ich im Alltag machen ohne Finanzierungen, ohne irgendwelche Gebäude.

00:11:32: Ich behaupte für jede Barriere gibt es irgendwo eine Nöstung.

00:11:37: Finde ich gut!

00:11:40: Also du merkst natürlich ist Inklusion also war für mich schon immer ein mega großes Thema war für mir schon immer mega wichtig.

00:11:47: ich habe auch in meiner Praxiszeit versucht wirklich für alle Kindes möglichst irgendwie passend zu bauen und darauf gestoßen, dass Leute dann also unter anderem daher kommt auch das mit der naiven Welt.

00:12:01: Dass Leute mir dann gesagt haben ja das klingt jetzt alles total toll aber in der Praxis ist es ja nicht machbar.

00:12:08: und ich habe genau das was du jetzt sagst auch immer gesagt nämlich doch das ist machbar wir müssen ja nur rausfinden wie?

00:12:16: Ja Total wichtig.

00:12:17: Und das ist in jeder Einrichtung anders, also ich kann jetzt als Referentin rumziehen und sagen so und so machen wir es und das ist super!

00:12:24: Das passt in der anderen Einrichtungen aber nicht gut weil da andere Kinder sind, weil da andre Fachkräfte sind, wo andere Gegebenheiten sind... Da muss jeder für sich selber eine gute Lösung finden und die gute Lösung gibt's.

00:12:38: Und jetzt hast du kurz auch schon gesagt dass es auch unabhängig von Diagnosen?

00:12:44: Ja

00:12:46: Kannst du da noch irgendwas ausführen dazu sagen?

00:12:49: Ich habe keine genaue Frage, aber ich dachte gerade ja irgendetwas klingt in mir jetzt so an.

00:12:55: Dass ich denke Ja!

00:12:56: Bitte!

00:12:59: Die Frage ist halt was sagt eine Diagnose immer aus über... Ich spreche jetzt immer von Kindern.

00:13:04: natürlich geht es um Menschen.

00:13:05: In meinem Fall gibt's nur um Kinder.

00:13:07: Was sagt die Diagnosis über das Kind aus?

00:13:09: also im Prinzip ist das meistens ein Begriff der das Kind irgendwie einordnet und trotzdem Es ist ein Spektrum und trotzdem steckt hinter jeder Diagnose viele live verschiedene Bedürfnisse.

00:13:23: Ich bräuchte die Diagnosse gar nicht unbedingt.

00:13:26: wissen, wenn ich an den Bedürfenissen arbeite, wenn mit den Kindern an ihren Interessen arbeite oder wenn ich den Kindern generell offen gegenüber

00:13:32: bin.".

00:13:33: Ganz oft ist es ja so, dass wir, sobald wir eine Diagnose hören auch schon ein fertiges Bild in unserem Kopf haben.

00:13:40: Ah, adhs okay dann ist es so und so der braucht das und das Und das ist uns ja überhaupt gar nicht und total geprägt.

00:13:47: ich finde das ist so ein schöner Ansatz zu sagen ich gerne jetzt erst mal das Kind oder die Menschen einfach nur so kennen.

00:13:54: Das bringt uns so, so viel mehr an der Persönlichkeit danach zu fragen, an die Bedürfnissen zu spüren, die Interessen abzufragen.

00:14:04: da macht natürlich auch Beziehung und Bindung und das ist das A und O.

00:14:11: Ich finde mich da gerade sehr doll wieder und ich hoffe es geht vielen so wenn sie das hören.

00:14:22: Also,

00:14:23: Ausgehen davon.

00:14:24: das Integration glaube ich immer noch eben mit Inklusion so bisschen Synonym verwendet wird.

00:14:29: Ich denke wirklich viele beim Begriff Inklusion als allererstes eine Diagnose an eine Behinderung was es ja gar nicht unbedingt sein muss.

00:14:38: aber ich glaube dass wirklich da manche noch ein bisschen Sorge haben nicht gut vorbereitet zu sein auf die Kinder, die dann da kommen mit ihren Diagnosen.

00:14:48: Was immer es ist.

00:14:49: Ob's ein Down-Syndrom ist, ob's irgendwas im Autismus-Spektrum ist oder wirklich in Form von einer körperlichen Behinderung dass das Kind irgendeine G-Hilfe benötigt oder so Ich glaube, dass da viele Sorge haben, dass Inklusion eben bedeutet man muss eigentlich noch mal einen neuen Beruf lernen der irgendwie in Richtung Pflege geht

00:15:15: Und Gottes will nein.

00:15:18: Nein, also wir sind Fachkräfte!

00:15:20: Wir sind keine Ärzte, wir sind keine Psychologen.

00:15:24: Wir als Inpfleger das nicht entsprechend ausgebildet aber das ist gar nicht so der springende Punkt.

00:15:30: Also es geht ja gar nicht darum wie gehe ich mit Kindern mit Autismus oder Down-Syndrom oder ähnlichem generell um?

00:15:36: sondern die Frage ist ja was braucht das Kind gerade?

00:15:39: Unabhängig von seiner Diagnose, was ist denn Kind wichtig?

00:15:42: Was braucht er?

00:15:43: und dafür sind wir ausgebildet als Fachkräfte.

00:15:46: Und dafür sind ja auch Menschen mit Empathie, die da reinspüren können, die ein gutes Gefühl haben.

00:15:53: Und dann haben wir trotzdem immer noch die Möglichkeit uns ein bisschen einzuholen.

00:15:57: also wir können Fortbildungen machen, wir können Literatur lesen Wir können uns mit Fachdiensten verknüpfen und danach fragen Natürlich auch mit dem Kind selber und der Familie sprechen.

00:16:09: Und da nach Erfahrungen fragen, nach Bedürfnissen, nach Wünschen was ist euch wichtig?

00:16:15: Dann würde ich etwas behaupten mehr braucht dann tatsächlich gar nicht mehr.

00:16:22: Und würdest du also nochmal anders gefragt?

00:16:27: Jetzt haben wir ja Kitas die haben so viel Personalmangel wenn man das jetzt so hört.

00:16:32: es geht darum die bedürfnisse herauszufinden und zu gucken welche strukturen kriegen wir hin?

00:16:37: Und dann haben wir Personalmangel.

00:16:40: Macht

00:16:40: es das schwieriger, so deine Erfahrung nach?

00:16:45: Mach mich jetzt unbeliebt aber ich behaupte nein!

00:16:49: Okay, das habe

00:16:49: ich nicht kommen

00:16:50: sehen wirklich.

00:16:51: Ich hab mich bemüht ja.

00:16:52: Ich habe gedacht du sagst jetzt Ja ist schon okay Aber erzähl mal wie siehst Du das?

00:16:59: Also grundsätzlich hat für mich Inklusion keine Grenze Weil es ein Kinderrecht ist.

00:17:05: Weil's einfach festgeschrieben ist, weil jeder dieses Recht auf Inklusion hat.

00:17:09: Also das Inklusion als recht hat in meinen Augen keine Grenze.

00:17:12: Weil es tatsächlich einfach Fakt ist, kein Kind darf ausgeschlossen werden.

00:17:15: Jedes Kind hat Recht auf Teilhabe.

00:17:18: Inklusion ist nichts Optionales.

00:17:21: Klar.

00:17:22: Findest Personalgebäude mit Barrieren oder größere Gruppen?

00:17:27: Keine Frage!

00:17:28: Das ist herausfordernd.

00:17:30: Das kann eine Grenze sein aber nicht die Grenze fürs Kind sondern die fürs System.

00:17:35: Also das finde ich ganz, ganz wichtig ist zu unterscheiden und klar sind wir auch mal überfordert um Gottes Willen.

00:17:40: also bei uns gibt es auch Personalmangel natürlich und da darf auch einmal Überforderung sein.

00:17:47: aber die Lösung aus dieser Überförderung darf nicht sein dass Kind passt nicht oder das Kind kommt zu kurz.

00:17:54: Sondern die Frage ist dann eher welche Unterstützung braucht dieses System damit's wieder passt damit es weiterhin bestehen kann?

00:18:01: Ausgrenzung gar keine Lösung.

00:18:05: Ich stelle mir ganz oft auch die Frage, macht es wirklich so kompliziert?

00:18:09: Also wenn ich Inklusion jetzt ansetze als Gedanken das System zu verändern?

00:18:15: Klar, dass ist eine Weiterentwicklung, die ist auch nie abgeschlossen.

00:18:18: Das ist Prozess und Prozess immer irgendwo anständig und herausfordernd.

00:18:23: aber wenn man den Weg so ein paar Schritte gegangen ist merke ich für mich persönlich eine unwahrscheinlich große Erleichterung, die da mit einem hergeht durch diese offene Haltung, durchspringen von Systemen.

00:18:36: Also wenn jetzt als ganz einfaches Beispiel was bestimmt viele Einrichtungen kennen die Gartenzeit um elf Uhr also statt dass ich stundenlang mit Kindern diskutiere doch du gehst jetzt in den Garten und jetzt gehen alle raus In der Zeit habe ich auch einfach nochmal eine Möglichkeit eröffnet das das Kind drin bleiben kann Ich glaube vielleicht anstrengend oder herausfordernd werden kann, ist sich selbst so ein bisschen von seinen Gewohnheiten zu lösen und da ein bisschen offen zu werden lockerzulassen.

00:19:08: Das ja auch so ein bißchen abzugeben an die Kinder.

00:19:11: Ich glaube das das so ein bischen dass es was anstrendend sein kann am Anfang aber das ist das was dann viel viel mehr möglich macht.

00:19:23: Ja das ist ein bisschen lustig weil das echt die Erfahrung ich auch gemacht habe.

00:19:26: Also ich kam ja auch so aus diesem Ding von, wir brauchen diesen Tagesplan und das muss irgendwie Orientierung geben.

00:19:33: Und dann habe ich irgendwann angefangen Sachen umzudenken oder einfach für einzelne Kinder anders zu machen weil ich gemerkt hab es führt hier gerade zu gar nichts außer in irgendeinem blöden Machtkampf den ich nicht haben will.

00:19:45: Und dann habe ich irgendwann gedacht, warum machen wir das denn nicht für alle Kinder und was braucht es dafür?

00:19:51: Mir persönlich hat es eine unheimliche Freiheit eröffnet in meiner pädagogischen Arbeit tatsächlich.

00:19:58: Ich dachte auch für mich, dass stärkt die Beziehung zu einzelnen Kindern so viel mehr weil ich ja dieses ganze, ich sehe was du brauchst und kann da gut drauf reagieren ganz anders transportiert kriege in dem Moment

00:20:12: Ja, total!

00:20:13: Wir hatten da auch mal so eine schöne Diskussion.

00:20:15: Also bei uns ist das entstanden.

00:20:17: wir haben uns die Einrichtung geöffnet, wir arbeiten offen und total spannend weil es altersübergreifend ist also Grippe und Kindergarten gemischt.

00:20:27: Durch diese Öffnung haben wir uns Gedanken gemacht, oh wie macht man das mit Morgenkreis?

00:20:31: Weil die dritten Kinder also sie schaffen es ja noch nicht so lange im Morgenkreise aber die Kindergartenkinder sitzen da teilweise stundenlang und zelebieren ihren Morgenkreises.

00:20:41: Wie machen wir das?

00:20:42: Und in dem Zuge ist entstanden dass der Morgengreis einfach freiwillig ist und dass man aufdehnen kann wenn man keine Lust mehr hat.

00:20:49: Wir haben es mit den Kindern besprochen und mit den Kindern aufgebaut und es ist immer wieder der Satz gefallen Jeder bekommt das, was er braucht.

00:20:58: Und dann hatten wir einen Morgengreis, haben wir uns getroffen, jeder der Lust hatte war dabei, haben über Themen gesprochen und im Hintergrund neben dem Morgenkreis hat im gleichen Raum ein Mädchen im Rollenspielbereich gespielt und war da ganz leise, hat vor sich hingespielt, ist da eingetaucht in ihr Spiel und irgendwann kam die Frage im Kreis auf Warum spielt die da jetzt?

00:21:21: Wir machen ja gerade Morgenkreis.

00:21:23: Und es war sofort die Antwort von allen Kindern, weil sie das jetzt braucht und dann ist für alle in Ordnung.

00:21:30: Es

00:21:30: war für mich noch mal so eine Situation wo ich mir dachte Ja!

00:21:34: Die Kinder verstehen's und zwar total und viel schneller als wir.

00:21:38: Für die Kinder ist es selbstverständlich.

00:21:41: Okay, ich habe noch ein bisschen kontroverse Frage vielleicht.

00:21:44: Aber mich interessiert ernsthaft was du dazu sagst und es wird gerade wieder ganz viel oder eigentlich immer.

00:21:50: Es gibt ja so ein paar Themen wenn Du die auf Social Media bringst da geht's ab.

00:21:54: Da kannst Du das Internet sprengen innerhalb von drei Sekunden so gefühlt.

00:21:59: Und eine Sache ist ja genau diese Sache mit der Individualität.

00:22:04: Jetzt wird so viel Wert gelegt auf Individualität.

00:22:07: Und dann werden die Kinder gar nicht gemeinschaftsfähig.

00:22:10: und wenn man das jetzt so hört, wie du das erzählst... Also das eine Kind hat einfach was anderes gebraucht oder die Kinder war das okay?

00:22:19: Was

00:22:20: würdest du sagen, wenn dir Leute sagen, dass ist aber gar nicht gut für die Gemeinschaft jetzt?

00:22:25: Um Gottes Willen!

00:22:26: Das ist das Beste hier, was wir für diegemeinschaft tun können!

00:22:31: Das ist ja, das ist halt in meinen Fortbildungen auch ganz oft.

00:22:35: Wenn wir an den Menschen denken, denen wir unwahrscheinlich gerne mögen oder an irgendjemanden in der Gesellschaft dann haben wir doch meistens jemandem im Kopf, der total hilfsbereit ist, der verständnisvoll ist und sehr offen ist.

00:22:48: Und wie erreiche ich das besser als Mitverständnis mit Offenheit?

00:22:53: Also dass was sich den Kindern vorlebe, das nehmen die Kinder ja auch an oder auch meine Kollegen dabei, wie wir verständnisvoll auf Kinder zugehen.

00:23:06: Auch auf sie selber zu gehen?

00:23:07: Wie wir Lösungen finden für Herausforderungen und können das dann auch selber annehmen?

00:23:14: Ich sehe es auch ganz oft in meinem Alltag dass Kinder ähnliche Sätze verwenden, wie ich oder die zum Paraphrasieren anfangen.

00:23:24: Das ist offensichtlich vorgelebt.

00:23:26: also das Vorbildzeichen ist für mich das allerwichtigste.

00:23:31: Ja.

00:23:31: und wenn es um Gesellschaft geht, also wie erreiche ich das?

00:23:34: besser als mit Partizipationen oder direkt in der Demokratie mit drin sind?

00:23:39: Oder mit Inklusion wo wir sofort in der Teilhabe sind.

00:23:43: Also das ist für mich die Lösung für die Frage.

00:23:48: Ja voll!

00:23:49: Du hast jetzt auch schon ein paar Mal gesagt dass geht um Teilhube.

00:23:53: da habe ich manchmal den Eindruck Teilhable wird bisschen verwechselt mit dabei sein.

00:23:59: Weißt du, was ich meine?

00:24:00: Ja.

00:24:03: Wie erklärst Du?

00:24:04: Also ja... Was ist der Unterschied zwischen Teilhabe und Ich Bin halt nur dabei?

00:24:12: Teilhaby geht weit hinaus über.

00:24:14: Ich Bin ja nur dabei!

00:24:15: Also weil ich bin ja nur da bei, dann werden wir jetzt mit meinem Augen wieder so ein bisschen bei der Integration also zu sagen, du darfst dir mitten machen Wir nehmen dich halt und Teilhabe geht für mich weit darüber hinaus.

00:24:27: Also zu schauen, wie werde ich eine Gruppe?

00:24:30: Wie werde ich ein Gesellschaft?

00:24:31: Wie kann ich jedem ermöglichen, dass am Ende jeder die gleichen Chancen hat?

00:24:37: Wenn man wieder an den Punkt, wie sprengt das System so auf, dass jeder darin einen Gutplatz finden kann.

00:24:42: Und nicht, dass wir einer nur irgendwie so ein bisschen mitziehen, weil der ist jetzt auch dabei, sondern dass es ganz selbstverständlich ist, dass alle Kinder die gleichen chancen am Ende haben.

00:24:54: Also ich habe jetzt, es tut mir fast ein bisschen leid.

00:24:57: Aber ich bringe jetzt doch noch mal ein Beispiel von einem Kind das vielleicht an Rollstuhl benutzt und vielleicht auch ansonsten schwerst mehrfach behindert ist.

00:25:08: Das hätte jetzt vom Inklusion her das Recht in eine ganz normale Regel-Einrichtung zu gehen um einfach mal diese Begrifflichkeiten zu nutzen.

00:25:17: Was hättet das recht?

00:25:20: Und jetzt würde Dabeisein bedeuten, das Kind ist halt im Morgenkreis auch dabei.

00:25:27: Man würde den Rollstuhl in den Morgengreis schieben und das Kind wäre mit dabei.

00:25:31: Ansonsten würde man jetzt nicht unbedingt sehr viel mehr darauf achten.

00:25:41: Teilhabe für dieses Kind würde bedeuten ... Man versucht zum Beispiel den Morgenkreis mit irgendeiner haptischen Erfahrungen aufzupimpen.

00:25:54: Ja, zum Beispiel.

00:25:58: Je nachdem was für das Kind dann spannend ist und was das Kind braucht.

00:26:03: Wir hatten auch neulich den Fall... Ein Kind mit einer motorischen Einschränkung konnte die Pinsel nicht gut halten.

00:26:12: Der war zu schmal, der war zu dünn, es hätte einen Dickeren gebraucht.

00:26:15: Dann gebe ich nicht dem einen kindenden Dickeren sondern anstatt dich das Atelier mit verschiedenen dicken Pinseln und stiften aus so dass jeder diese Möglichkeit hatte und sodass es nicht nur so ein Sonderfall ist von wegen er kriegt halt jetzt den dicken pinsel wenn's hilft, sondern dass es ganz selbstverständlich ist, dass es für jeden irgendwo den passenden Pinsel gibt.

00:26:36: Ganz banales Beispiel.

00:26:38: Oder in unserer Einrichtung auch so Schallschutzkopfhörer, falls mal zu laut werden sollte und was ihnen rückzugsuchen kann Fidgets Spielzeug und ähnliches.

00:26:49: Und das ist immer für alle Kinder zugängig und der, der es braucht der nimmt sich das.

00:26:55: Also, unsere Kinder können tatsächlich sehr gut unterscheiden.

00:26:59: Am Anfang ist da total der Hype drauf und jeder möchte das mal ausprobieren und mal anschauen.

00:27:03: Und dann merkt man, dass die Kinder total verstanden haben, wofür es ist wie es auf sie wirkt ob ihnen das gut tut und sich das dann holen wenn Sie's brauchen.

00:27:13: Ganz unabhängig von Diagnosen-Uko.

00:27:17: Ja also wie gesagt tut mir jetzt auch total leid, dass ich jetzt doch noch einmal darauf gekommen bin aber dass das die Fragen sind, die sich Fachkräfte auch tatsächlich stellen.

00:27:26: Also da können wir ja jetzt hier dreimal sagen es geht am Ende nicht um die Diagnose sondern ich wollte einfach gerne jetzt hier so ein ganz praktisches Beispiel haben.

00:27:37: ob dann das wirklich passiert oder nicht ist ja immer noch mal was anderes gibt's?

00:27:50: Hast du schonmal erlebt dass ein Kind in der Kita nicht zurecht kam.

00:27:56: Warum auch immer?

00:27:58: Dass man das nicht hinbekommen hat, die Kita für das Kind so zu geschalten, dass es klar kommt.

00:28:05: Ich persönlich hab's tatsächlich noch nie erlebt.

00:28:09: Nee... ich bin jetzt noch nicht so lange Erzieherin, vielleicht ist doch daran!

00:28:14: Aber tatsächlich habe ich selber noch nichts erlebt.

00:28:17: Mich würde tatsächlich interessieren an was es dann scheitert wo da das System ist, was nicht gesprengt werden kann.

00:28:25: Wo dann das liegt?

00:28:26: Wir haben bisher tatsächlich für alles eine gute Lösung finden können.

00:28:32: Okay

00:28:33: ja weil das finde ich total interessant, weil das ist so ne Diskussion die ich immer mal wieder habe wenn es um herausfordernde Verhaltensweisen geht oder so, dass es dann heißt aber das ist was, das können wir hier nicht leisten.

00:28:47: Dann ist die Frage warum!

00:28:48: Ja

00:28:49: Warum kann man das nicht leisten?

00:28:50: Oder was müsste man denn überhaupt leisten?

00:28:52: Ja.

00:28:54: Das sind ja oft ganz utopische Vorstellungen dahinter, wo es vielleicht los so eine kleine Schräubchen braucht, was man vielleicht lockert.

00:29:03: Hast du da irgendwie ein Beispiel?

00:29:04: Was könnte so'n kleines Schräupchen sein?

00:29:08: Also für uns war ein kleines großes Schräuptchen unseren Tagesablauf total zu lockern, da überhaupt nicht mehr nach festen Uhrzeiten zu gehen.

00:29:18: Wir haben zum Beispiel im Grypenalte auch Kinder, die machen noch zwei Mittagsschlafe bei uns.

00:29:24: Die schlafen vormittags auch nochmal und am Start dass das Kind da regelmäßig an seine Grenzen kommt und irgendwo wir dann als Fachkräfte natürlich auch bei der Begleitung des Kindes, schläft dieses Kind halt nochmal oder kommen wieder auf den Klassiker Morgenkreis zurück.

00:29:40: Das ist so ein Cliffhanger-Thema.

00:29:43: Auf dem Morgengreis gibt es bei uns nicht jeden Tag nicht zu einer festen Uhrzeit oder auch die Inhalte vom Morgenkreis.

00:29:52: Also wenn ich merke, ich spreche jetzt den fünften Tag im Folge welcher Tag heute ist, welches Wetter wir haben wie viele Kinder heute da sind und an Tag drei fangen schon die ersten ein einzunitten dann muss ich mir auch dafür so ein bisschen was Neues überlegen.

00:30:08: also Die Frage ist immer gerade wenn es um herausforderndes Verhalten geht Was ist der gute Grund für dieses Verhalten?

00:30:15: Warum zeigt das Kind dieses Verhalten?

00:30:17: Irgendwo ist herausforderndes Verhalten ja ein Lösungsversuch für irgendeine Herausforderung, die das Kind gerade hat.

00:30:24: Und oft komme ich an dem Punkt dass der Herausforderung des Kindes ist in dem Moment nicht gesehen zu werden, indem wir dürfen es nicht wahr und ernst genommen zu werden zum Beispiel in den Morgenkreis drum geht, jetzt mal eigene Themen mit einzubringen und sich das äußert vielleicht in viel Rheimrufen oder Lauzheim oder ähnlichen Dingen.

00:30:46: Oder Bewegungsbedürfnisse, dass sich äußern in Rumhüpfen aufstehen und vielleicht auch irgendwas umschmeißen oder ähnliches.

00:30:53: für mich ist so der springende Punkt des Bedürfnis dann dahinter zu sehen unabhängig davon ob wir jetzt im Morgengreis sitzen oder nicht dem Kind es möglich machen ein Bedürfnis erfüllt wird, beziehungsweise sich mitteilen zu wollen.

00:31:10: Und dann habe ich das System in dem Moment gesprengt, den typischen Morgenkreis, in dem wir jetzt sitzen und miteinander sprechen.

00:31:18: Aber für das Kind habe ich einen unwahrscheinlich wertvollen Moment geschaffen.

00:31:22: Ein Moment gesehen zu werden gehört zu werden ernst genommen zu werden.

00:31:27: Ja... Ich habe gerade überlegt du hast gesagt ihr habt Komplett eigentlich euren Tagesablauf, unabhängig von diesen Uhrzeiten.

00:31:40: Also ich wüsste gerne wie habt ihr das gemacht?

00:31:45: Habt ihr das Schrittweise aufgelöst?

00:31:46: oder wie ging das und... Wie kommen die Kinder damit zurecht?

00:31:52: Weil das Hauptgegenargument, dass ja immer kommt ist.

00:31:56: Also wenn ich das sage, dann sind aber die Kinder verunsichert und dann wissen sie gar nicht mehr was sie machen sollen.

00:32:03: also es sind ein bisschen zwei Fragen.

00:32:06: Das klingt jetzt sehr extrem!

00:32:08: Wir sind Schritt für Schritt gegangen tatsächlich Also wir waren auch radikal.

00:32:13: Unsere Öffnung haben wir von einem Tag auf einen anderen gemacht, wir waren in einer offenen Einrichtung hospitieren, sind da zwei Stunden nach Hause gefahren und auf diesem Heimweg haben wir alle zusammen beschlossen wie wir es machen und dass wir das machen und am nächsten Tag waren wir offen!

00:32:26: Das war radikal und das war nicht der Schritt den ich jedem empfehlen würde.

00:32:31: Wir haben danach ordentlich zu schnaufen gehabt aber auch das haben wir gut geschaffen.

00:32:36: Und alle anderen Strukturen, die wir jetzt gerade wenn es um Uhrzeiten und ähnliches geht.

00:32:40: Die haben wir Schritt für Schritt abgebaut.

00:32:42: also da ging's ganz schnell dass wir zum Beispiel gesagt haben bei der Morgenkreis typisch Uhrzeit neun Uhr passt irgendwie gar nicht.

00:32:51: Jetzt ist nämlich neun uhr und die Kinder spielen so vertieft und so fokussiert.

00:32:56: von dem braucht jetzt keiner morgenkreis und daran haben wir das den Kindern auch gesagt.

00:33:01: Wir sehen, ihr seid gerade richtig vertieft im Spiel.

00:33:04: Ihr arbeitet vielleicht gerade an dem Projekt eigentlich bei jetzt neun Uhr Morgenkreis?

00:33:08: Was haltet ihr davon?

00:33:09: verschieben wir es lassen wir ausfallen sprechen mal nachher nochmal ob ihr überhaupt Lust habt auf einem Morgengreis und dann verunsichert das die Kinder auch nicht.

00:33:17: weil ich mit den Kindern abgesprochen habe weil sie mit allen bezogen waren weil die auch ihre Meinung dazu sagen konnten dass was ich im Grunde mache ist meine Beobachtungen in Worte zu fassen und dann die Meinung der Kinder einzuholen.

00:33:31: Also so, ich sehe es bräuchts vielleicht kein Morgenkreis.

00:33:34: wie gehts denn euch damit?

00:33:36: Und ähnlich machen wir das also beim Frühstücksbuffet, dass steht von in der Früh bis zum Mittagessen gibt, also da stellt sich die Frage nach Uhrzeit tatsächlich automatisch gar nicht.

00:33:48: aber auch da bevor das Frühstückbuffe weggeräumt wird bespreche ich das mit den Kindern nochmal sage Jetzt wird es langsam weggeräumt.

00:33:55: Wer noch Hunger hat, geht nochmal und nimmt euch was.

00:33:58: danach ist dann das Mittagessen da.

00:34:00: Also auch da bin ich mit den Kindern in konstanten Austausch oder so kleine Absprachen wie Kind X Y ist müde Ich gehe mit dem Kind schon mal schlafen.

00:34:11: Dafür ist Fachkraft XY jetzt mit euch da.

00:34:14: also dass sich die Kinder damit einbezieht.

00:34:17: Es ist schließlich auch das Leben unter Tag der Kinder Und ich glaube das wird ganz oft vergessen einfach mit denen reden kann, die nach ihrer Meinung fragen können.

00:34:28: Also sie sind nicht nur da um von uns irgendwie bespaßt zu werden oder... Die sind Teil des Ganzen was wir hier tun und zwar der größte Teil Und die Kinder damit einzubeziehen mit ihnen abzusprechen ihre Meinung einzuholen das ist in meinen Augen des A und O. Und wenn ich als Kind weiß, dann, wenn ich was brauche.

00:34:47: Dann ist jemand da und dann bekomme ich das.

00:34:50: Also gerade wenn es jetzt zum Beispiel um Essen oder Schlafen geht, dann haben die auch keine Unsicherheiten mehr weil sie wissen okay wenn ich's braucht bekomme Ich muss mich ja keine Gedanken machen Oh wann ist denn jetzt das Mittagessen nochmal?

00:35:01: Weil so langsam hätte ich Hunger.

00:35:02: Sondern dann kann ich ganz offen sagen, ich möchte etwas essen Oder in unserem Fall jetzt einfach ans Buffet gehen und sich jederzeit was nehmen.

00:35:11: Ich habe gerade einen Gedanken im Kopf, aber da ist ein bisschen absurd auch.

00:35:16: Also mein Verständnis von Partizipation ist ungefähr das was du grade beschreibst als Inklusion?

00:35:23: Ja ich glaube dass weder Partizhipation ohne Inklusion geht noch Inklusion ohne Partizipsation.

00:35:30: Ich glaube nicht dass es funktionieren kann weil sich die Themen nicht viel nehmen.

00:35:36: also klar gibt's strukturelle Unterschiede Inklusion und Partizipation.

00:35:41: Aber ich glaube nicht, dass das eine ohne das andere existieren kann.

00:35:45: Ja es glaub' ich auch!

00:35:46: Und es ist halt wie du's vorhin auch schon irgendwo gesagt hast... Auch Bedürfnisorientierung ist ja genau das.

00:35:52: also es ist ja wirklich so dieser Dreiklang an der Stelle Es macht so viel Sinn.

00:36:02: Und dann höre ich auch Leute immer, die sagen ja man muss den Kindern auch mal was zumuten und so.

00:36:06: Das Interessante ist das hinter diesem Zumuten zumindest meiner Erfahrung nach ganz oft steckt Zumuten im Sinne von die Regeln, die sich die Erwachsenen ausgedacht haben oder der Tagesablauf, den sich die erwachsenen Ausgedacht hat.

00:36:19: Und das Zumuten dass du gerade beschreibst is ja ein Zumuten von.

00:36:26: Ich glaube daran Dass die Kinder verstehen können, was um sie herum passiert wenn ich sie mit einem beziehe.

00:36:33: Ja total!

00:36:34: Also gerade auch Regeln.

00:36:35: jetzt hast du es so schön angesprochen bei uns gibt's genau eine Regel und die heißt jeder muss sich wohlfühlen und wenn das nicht passiert oder wenn sich jemand unwohl fühlt dann kommen wir zusammen und sprechen darüber und finden gemeinsam der Lösung.

00:36:50: Das Beispiel ist ja immer so, der typische Bauteppich auf den vier Kinder dürfen.

00:36:55: Warum sollen da jetzt nicht sechs Kinders spielen dürfen wenn es super klappt?

00:36:58: Natürlich!

00:36:59: Wenn da achtunddreißig kinder spielen und es eskaliert dann gehe ich mit den achtund dreißig Kindern vielleicht ein bisschen übertrieben geh ich zusammen und sage woher wisst ihr noch?

00:37:08: Mir ist wichtig, jeder soll sich hier wohlfühlen und ich habe das Gefühl ihr fühlt euch nicht wohl.

00:37:13: Vielleicht gibt es ja anstatt Kinder die sich beschweren oder schon drehen, die kommen.

00:37:17: Und dann müssen wir eine Lösung finden.

00:37:19: Dann setzt man uns zusammen was können wir tun damit sich alle wieder wohlfüllen?

00:37:23: Da hätte ich übrigens auch diese gesellschaftsfähigen Kinder über die wir vorhin gesprochen haben.

00:37:27: Problem- und Lösungen.

00:37:29: Also unsere Kinder können unwahrscheinlich gut Lösungen finden weil sie von Anfang an da mit einbezogen waren und das mittlerweile selber wunderbar können.

00:37:39: Ja,

00:37:42: ich hatte gerade noch einen Gedanken oder eine Frage und jetzt ist es weg weil ich das so schön finde.

00:37:49: diese Idee von jeder muss sich wohl finden.

00:37:52: ah!

00:37:52: Ich hab's wieder.

00:37:55: der pädagogische Auftrag wird immer noch verstanden als Wir machen diesen Tagesablauf und dann gibt es verschiedene pädagogische Angebote, die eigentlich mehr oder weniger auch ein Pflichtprogramm sein können.

00:38:08: Und bei euch ist das bisschen... So der Alltag ist eigentlich das pädagogische Angebot alles was da so stattfindet?

00:38:18: Ja natürlich gibt's bei uns auch Angebote um Gottes Willen.

00:38:22: Die sind aber freiwillig und gehen nicht von den Fachkräften aus sondern leben von den Ideen der Kinder.

00:38:28: Also da ist auch so ein bisschen die Frage, was lege ich als Angebot aus?

00:38:32: Ich habe auch Auszubildende bei mir in der Kita, die von der Schule natürlich die Vorgabe haben an Gebote durchzuführen.

00:38:39: Die Frage ist dann wie führe ich diese Angebote durch?

00:38:43: und da hab' ich wunderbare Beispiele, wie das richtig gut gelingen kann!

00:38:49: Hey und weißt du, ich hatte echt jahrelang So das Gefühl, ich mache es nicht gut weil ich mache keine Angebote.

00:38:57: Dabei alles was ich halt nicht gemacht habe waren diese klassischen geplanten Angebote wie man sie halt kennen.

00:39:02: aber ich hatte jeden Tag... So Sachen wie, ich lese euch noch was vor oder wir können nochmal die Trommeln rausholen.

00:39:10: Oder wir gehen jetzt in den Garten oder ich baue euch irgendwie eine Bewegungslage und irgendwas.

00:39:15: Und das sind ja auch Angebote aber die finden halt im Alltag irgendwie statt und sind nicht so hervorgehoben.

00:39:21: So nach dem Motto Ja Ich mach da jetzt das Angebot und dann muss sich der ganze Tagesablauf darum drehen damit es dann auch stattfinden kann.

00:39:28: Das finde ich das echt ein... wichtigen Gedanken, das nochmal kurz einmal so zu fassen.

00:39:34: Dass es da... Es gibt für beide wahrscheinlich eine Berechtigung und das eine ist halt ein bisschen lockerer vielleicht wie das andere weiß ich nicht.

00:39:44: Du hast vorhin auch gesagt ihr arbeitet jetzt offen?

00:39:49: Das ist auch sowas was sich immer wieder höre dass Inklusion im offenen Konzept nicht geht

00:39:55: Weil da alles zu durcheinander und uns strukturiert.

00:39:57: Ja, das höre ich auch ganz oft!

00:40:00: Dann ist das keine offene Arbeit.

00:40:02: Also offenearbeit heißt nicht... Das wird ganz oft wechselt.

00:40:05: Offene Arbeit ist nicht offene Türen.

00:40:07: Offen der Arbeit ist offen für die Bedürfnisse sein in der Kinder.

00:40:11: Eine offene Haltung den Kindern und Menschen mit denen ich arbeite gegenüberzuhaben.

00:40:16: Und das schließt für mich aus dass es unstrukturiert und durcheinander und Chaos überall ist.

00:40:21: Das passt für mich gar nicht zusammen.

00:40:25: Wir können da jetzt gut reden.

00:40:26: Wir kriegen auch mal den Vorwurf, ihr seid ja so ein kleines Haus.

00:40:29: Also wir haben viele Kinder insgesamt.

00:40:31: Da kann das schon gehen aber wir haben den gleichen Personalschlüssel und wir haben nicht mehr Räumlichkeiten als für vierzig Kinder genehmigt sind.

00:40:39: also die Rahmenbedingungen haben wir alle gleich und es kann sehr gut funktionieren.

00:40:45: Und wir sorgen gerade dadurch dass wir altersoffen arbeiten.

00:40:49: also Krippe und Kindergarten gemischt haben wir von Anfang an festgelegt okay Wir wissen allein schon durch das Entwicklungsstadium der Kinder können da andere Grundbedürfnisse sein.

00:41:00: Wie werden wir denen gerecht?

00:41:02: Und dadurch war für uns die logische Konsequenz, es gibt eine Art Schutzraum für die Grippenkinder.

00:41:09: So war's am Anfang ein Raum wo die Schutz erfahren, wo sie uns als Bezugspersonen haben.

00:41:16: Der ist auch eingerichtet wie eine Art Gruppenraum, also die finden da tatsächlich alles was für ihre Bedürfnisse und Interessen brauchen.

00:41:23: Trotzdem dürfen sie jederzeit in die Öffnung gehen wenn Sie das möchten.

00:41:27: In den anderen Räumen haben wir dann Funktionsräume Und mittlerweile ist es so, das ist der Rückzugsraum für die Krippenbille auf jeden Fall.

00:41:36: Aber es gibt auch ganz viele andere Kinder, die sagen sie brauchen mal kurz eine Pause, sie gehen mit in den Raum oder sie brauchen nur kurz ne Pause, Sie gehen uns ans Muselraum.

00:41:46: Oder wenn ich merke ein Kind braucht gerade viel Bewegung und hat ein großes Bedürfnis nach Bewegungen dann kann er jederzeit in die Turnhalle gehen.

00:41:55: Also für mich ist offene Arbeit das perfekte, wenn es um Bedürfnisorientierung geht.

00:42:00: Weil ich für jedes Bedürfenes ausreichend Raum habe, um den Kindern zu ermöglichen, dass auszuleben

00:42:08: Und

00:42:08: gleichzeitig, am Anfang begleite ich das natürlich mit den Kindern.

00:42:12: Logisch!

00:42:12: Aber irgendwann schaffen die Kinder das selber zu merken.

00:42:16: was mir möchte ich ihnen jetzt eigentlich gerade tun?

00:42:18: Was tut mir jetzt gut und können dann selbstständig in dem jeweiligen Raum oder zu der jeweilige Fachkraft gehen je nachdem was sie gerade brauchen oder was sie interessiert.

00:42:30: Das ist für mich offene Arbeit und nicht wir reißen alle Türen auf und die Kinder sind überall.

00:42:35: Also das braucht Begleitung.

00:42:38: Gute Freundin von mir sagt immer, in der offenen Arbeit brauchen wir noch mehr Strukturen um irgendwie dem gerecht zu werden.

00:42:45: Und ja die brauchen wir.

00:42:46: Wir brauchen doch mehr Struktur wenn sie denn flexibel sind.

00:42:51: Ja und ich glaube vor allem strukturen dafür wie Absprachen getroffen werden damit einfach die Fachkräfte wissen wer läuft denn wann von A nach B?

00:43:00: Wer ist man in welchem Raum?

00:43:01: also ich glaub das ist so dass was so was es echt braucht dann an der Stelle Ich finde das total wichtig, den Punkt, den du gesagt hast.

00:43:11: Das heißt ja nicht die Türen sind einfach offen und alle rennen wild durcheinander.

00:43:17: Und deshalb glaube ich dass man auch in Stammgruppen, wo man immer so die Türe geschlossen sieht im Kopf, dass man in Stammgruppen offen arbeiten kann wenn man im Kopf offen ist für Bedürfnisse von Kindern und was brauchen die gerade?

00:43:33: Und welche Möglichkeiten haben wir noch.

00:43:35: Dann entstehen ja auch so Sachen wie, dass eine Kind geht mal das andere Kind in der anderen Gruppe besuchen oder man geht jetzt in den Turnraum und dann treffen sich da Kinder aus verschiedenen Gruppen.

00:43:45: oder was heißt ich?

00:43:46: also das ist ja immer so.

00:43:48: das wo ich denke Das Wichtige ist wirklich Dass es gute Kommunikationswege gibt unter den Erwachsenen Und dass es irgendwie eine möglichst gleiche Haltung angeht, was Bedürfnisse und Partizipation... Quatsch!

00:44:03: Jetzt habe ich einen falschen Satz gesagt.

00:44:04: Ich hatte ein falsches Wort drin.

00:44:06: Also das ist der gleiche Erhaltung gibt, was eben Bedürfe und Partezipation auch angeht?

00:44:12: Dann glaube ich kann es total gut funktionieren und dann wäre man ja auch schon wieder ein Stückchen weit bei Inklusion.

00:44:18: Ja, total.

00:44:19: Haltung ist das A und O!

00:44:21: Die Handeln meine eigene und die.

00:44:23: im Gesamteamnis ist es das A-und-O.

00:44:25: Ich glaube tatsächlich trotzdem dass ich in einem Gruppenbezogenen arbeiten irgendwann an eine Grenze komme gerade wenn's darum geht.

00:44:34: warum ist das Gruppen also das Kinder in andere Gruppen gehen?

00:44:37: Warum ist das nur ein Besuchen?

00:44:39: Warum dürfen sie da nicht einfach so hingehen wenn Sie dahin möchten?

00:44:43: und schon auch die Frage wie werde in einem Raum gleichzeitig im Ruhebedürfnis oder den Bewegungsbedürfsgericht.

00:44:49: Wie kann ich das miteinander vereinbaren?

00:44:51: Da kann man bestimmt gute Lösungen finden, für mich ist da tatsächlich die einfachste Lösung zu sagen wir trennen das ein Bewegungsraum, einen Ruheraum und haben es automatisch so bisschen.

00:45:02: warum haben wir in einer Kita fünf Puppen ecken, fünf Bauecken, Fünfmaltische anstatt einfach jeden Raum darauf zu spezialisieren trotzdem absolut die Haltung ist das A und O. Und an der Haltung, die Haltung ist das Entscheidende für die Kinder ja auch.

00:45:21: Das ist in der offenen Arbeit schon noch mal so ein Punkt.

00:45:24: Ich kann jederzeit zu jeder Fachkraft gehen.

00:45:27: Also wir sind verschiedene Fachkräfte Wir haben alle unterschiedliche Charaktere Auch wenn wir alle die gleiche Haltung haben und alle hinter der Pädagogik stehen.

00:45:34: Trotzdem wird es Kinder geben Die eine Fachkraft mehr mögen oder die andere Fachkraft weil das einfach besser zusammenpasst.

00:45:42: Ich sage dann mal ganz gerne meine Kolleginnen und ich, wir könnten unterschiedlich ja nicht sein.

00:45:47: Ich bin laut und red viel und immer voll in Action und meine Kollegin ist so ein bisschen der Ruhepohl in der Gruppe.

00:45:53: Und das merken wir natürlich auch an den Kindern wo die gerade hingehen was sie gerade brauchen und das kann ich im offenen natürlich noch viel besser leisten da die entsprechende Fachkraft zu... Besuchen oder bei der entsprechenden Fachkraft zu sein als dem Gruppenbezogenen.

00:46:10: Das heißt aber nicht, dass Gruppen bezogenes Arbeiten schlecht ist und Gottes Willen.

00:46:14: Für mich ist es nur die Lösung wenn es um Bedürfnisorientierung und vor allem auch um Inklusion geht.

00:46:20: Ja ich glaube ich habe verstanden.

00:46:26: wie du's meinst hoffe Ich Wir quatschen schon richtig da lange.

00:46:31: Ich würde dich gerne zum Schluss fragen, gibt es eine Sache zur Inklusion die dir total wichtig ist an der wir jetzt nicht vorbeigekommen sind?

00:46:40: Das

00:46:43: ist ne gute Frage!

00:46:46: Ich glaube tatsächlich das allerwichtigste für mich ist eine offene Haltung und inklusive Haltung um die Barriere im Kopf frei zu schaffen sich von für sich gewohnt, ihm zu lösen und sich trauen neue Wege zu gehen.

00:47:03: Dinge auch mal auszuprobieren.

00:47:04: also wir haben ganz oft auch zu unseren Eltern gesagt Wir versuchen das jetzt einfach mal ob es für uns passt und wenn nicht dann geht's wieder zurück.

00:47:12: Also auch mal den Mut dazu haben sich auszubrobieren und da Erfahrungen zusammen und vielleicht auch mal zu scheitern.

00:47:19: Ja eben das denke ich auch.

00:47:20: man kann ja immer auch wieder sagen oh das hat nicht geklappt Das machen wir wieder rückgängig.

00:47:25: Ja,

00:47:25: total!

00:47:26: So, weil man jetzt vielleicht irgendwo was gehört hat, was gut klappt heißt es ja nicht dass automatisch für alle passt.

00:47:31: Ja sehr schön wenn man dich jetzt erreichen möchte wo könnte man dich finden?

00:47:41: Also dann findet mich auf Instagram unter laura.merkle und ansonsten darf man mir auch gerne einfach direkt eine E-Mail schreiben.

00:47:55: Da erreicht man mich auch immer.

00:47:58: Und hast du auch irgendwie eine Homepage, wo man dich erreichen kann?

00:48:01: Nein tatsächlich nicht!

00:48:03: Meine Generation macht das alles über Instagram.

00:48:05: Nein, jetzt habe ich keine, nur Instagram.

00:48:09: TikTok irgendwie nippt.

00:48:11: Nein nein, dafür bin ich zu alt.

00:48:13: So weit geht es dann auch nicht... Okay gut also Instagram und die E-Mail Adresse.

00:48:19: Hast du aktuell irgendwie Termine beim Pädagogikum oder bei Mirakita, wo du sagst das wäre cool wenn wir das vielleicht noch mit verlinken weil dann verlinke ich das gerne auch.

00:48:30: Dann könnte man ja zu dir direkt gehen und eine Vorbildung machen.

00:48:34: tatsächlich erst ab zwei tausend siebenund zwanzig ist.

00:48:36: Und das was aktuell ist, das ist tatsächlich schon eine bestehende Gruppe.

00:48:41: Ja okay.

00:48:41: Also ab

00:48:42: dem Jahr im Jahr war es auch

00:48:43: in den letzten Jahren.

00:48:44: Aber das findet man dann auf meiner Instagram-Seite oder bei Merakita oder bei Pädagogikum.

00:48:51: Genau!

00:48:51: Das findet man wenn's so weit ist.

00:48:53: Sehr gut also du bist weit ausgebucht in voraus.

00:48:56: Würdest Du auch?

00:48:57: Das habe ich dich noch gar nicht gefragt würdest Du einfach so in Teams kommen schon?

00:49:02: Ja mache ich auch ganz oft.

00:49:04: ja ok also dann E-Mail schreiben oder auch über Insta anschreiben.

00:49:09: Sehr gut!

00:49:10: Ja, sehr

00:49:11: gerne.

00:49:13: Ich danke dir sehr, dass du da warst.

00:49:15: Ich fand das ein richtig schönes Gespräch und ich finde es hat einfach noch mal richtig gezeigt wie Alltagsnah inklusion ist.

00:49:21: Ich glaube, das hat jetzt schon so ein paar Bedenken vielleicht rausnehmen können die Leute haben.

00:49:29: Das finde ich gut, hat mir gut gefallen.

00:49:31: Vielen Dank, dass Du hier warst nochmal.

00:49:33: Danke,

00:49:33: dass ich da sein durfte.

00:49:35: Sehr gerne So, und für alle anderen, die zuhören.

00:49:40: Danke, dass du hier fast eine Stunde mit uns Zeit verbracht hast.

00:49:44: Und nächste Woche ist wahrscheinlich eine Pause-Woche.

00:49:47: Dann gibt's wieder ne neue Folge zum Thema von dem ich jetzt noch nicht weiß, welches es ist.

00:49:52: bis dahin.

00:49:53: Ciao!

Über diesen Podcast

Meine Erfahrung der letzten Jahre als pädagogische Fachkraft in verschiedenen Kitas ist Folgende:

Wir reden viel von Empathie und wie wichtig sie ist. Aber wie geht Empathie wirklich? Was mache ich, wenn ich Verhaltensweisen von anderen Fachkräften beobachte die einfach übergriffig und gewaltvoll sind aber trotzdem sehr weit verbreitet geduldet werden? Wie kann ich damit für mich umgehen, was kann ich selbst dem entgegen setzten? Welche Situationen im Kita- Alltag sind besonders herausfordernd?

Diese und noch mehr Fragen habe ich mir im Lauf der Zeit gestellt und Antworten auf Vieles gefunden. In jeder Folge geht es auch und manchmal ganz nebenbei um Adultismus und seine Auswirkungen, um Partizipation und bedürfnisorientierte Pädagogik.  Du kannst Dir hier die Bestärkung, die Argumente, das Fachwissen abholen, die Du brauchst. Gratis aber nicht umsonst!

Für mehr Diskussion, mehr Reflexion und mehr Empathie in Kitas!
Folge mir auch gern auf Instagram: @feafinger

von und mit Fea Finger

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