00:00:10: Hallo und herzlich willkommen in faires naiver Welt, deinem Podcast für mehr Empathie in Kitas.
00:00:16: Ich bin Fairfinger ich bin Kindheitspädagogin und ich bin selbstständige Weiterbildnerin für pädagogische Fachkräfte In-Kinder-Tageseinrichtungen mit so ein paar Schwerpunktthemen wie zum Beispiel Adultismus, Partizipation professionelle Umgang mit Verhaltensweisen die wir als Fachkräftel für herausfordernd empfinden Mikrotransitionen beißen im Udray-Bereich, bedürfnisorientierte Pädagogikspielentwicklung.
00:00:43: Als solche Dinge gibt es einen ganzen Haufen Sachen.
00:00:46: Du findest die Infos dazu auf meiner homepage www.vierfinger.de.
00:00:50: und hier im Podcast sagen wir so der Rhythmus ist nicht mehr ganz so da wie ich ihn wollte Und ich arbeite daran, wieder zurückzukommen und deshalb danke ich dir sehr dass du hier dran bleibst.
00:01:01: Dass du den Podcast weiter hörst!
00:01:05: Ich sehe das die Zahlen an sich stabil sind und es ist überhaupt nicht selbstverständlich und da möchte ich mich sehr bei dir bedanken Weil das natürlich dem Podcast auch hilft, dass er gefunden wird von anderen Menschen die vielleicht noch nie hier in der naiven Welt waren.
00:01:21: So!
00:01:21: Aber an sich gibt's hier ein Rhythmus in dem Folgen erscheinen Auch wenn da gerade nicht gut funktioniert weil ich es einfach nicht auf die Reihe kriege.
00:01:28: Das erste Mal in sechs Jahren und irgendwann wirds wieder besser.
00:01:32: Und wenn aber Folgen erschienen dann geht´s hier um Themen aus den Kindertageseinrichtungen Die mich beschäftigen, die vielleicht dich beschäftigen die immer wieder mal irgendwo aufploppen Setze die Fallen, Situationen, die es gibt und dann gucke ich mir an was ist denn eigentlich die Thematik?
00:01:53: Und wie können sie denn irgendwie schöner werden.
00:01:56: Wie können sie besser werden für alle Beteiligten?
00:01:59: Meistens erzähle ich die Situation, ich reflektiere das einmal Ich packe da Fachwissen obendrauf Untengläckschen empathie für alle Und dann nimmst du dir mit, was du brauchen kannst und alles was du nicht brauchen kannst.
00:02:11: Lässt du da!
00:02:12: Das ist der Deal.
00:02:14: In dieser Woche möchte ich gerne über etwas sprechen, was mir immer mal wieder begegnet ist... ...und immer mal noch begegnete und zwar... Ich weiß gar nicht es gibt so ein paar Dinge die würde ich auch einfach gerne schon bieten lassen.
00:02:30: ehrlicherweise Also einfach sagen, Leute das sagen wir nicht mehr oder das geht wirklich nicht mehr.
00:02:37: Damit hören wir jetzt mal auf und das ist wenn von dem bockigen Kind gesprochen wird.
00:02:43: Vielleicht kennst du diese Aussage dieses ja das Kind ist einfach nur bockig oder das Kind bockt jetzt irgendwie nur rum?
00:02:51: Das finde ich ganz schwierig weil es für mich überhaupt nichts mit dem zu tun hat was eigentlich da gerade passiert in dem Kind und der Situation.
00:03:01: Und ich kann immer noch irgendwie nachvollziehen, wenn Leute das sagen die eben keine, die keinen fachlichen Hintergrund haben.
00:03:10: Ja und wenn aber Fachkräfte das sagen dann denke ich immer jetzt wird es habe höchste Zeit dass wir nochmal gucken was ist denn also?
00:03:17: wie funktioniert denn Gehirnentwicklung?
00:03:19: Was passiert denn mit dem Kind gerade eigentlich?
00:03:22: und wie kriegen wir das irgendwie so ausgedrückt dass es eher dem entspricht was das Kind gerade mitmacht?
00:03:30: und dann braucht es meiner Meinung nach dieses Label gar nicht mehr.
00:03:34: Es braucht kein, das Kind ist bockig oder das Kind trotzt jetzt oder irgendwie sowas.
00:03:41: Das braucht's gar nicht vor allem in so einer abwertenden Art, was man vielleicht maximal sagen könnte wäre, dass das Kind in einer richtig wichtigen Entwicklungsphase Und dass wir das dann erklären können und wissen, was es dann auch beinhaltet.
00:03:54: Es kann ja auch sein, dass Eltern irgendwie kommen und sagen, wir wissen gar nicht wie wir das jetzt regeln können... ...und vielleicht auch wir selber und wichtig an der Stelle!
00:04:04: Ich finde es überhaupt nicht schlimm irgendwelche Sachen nicht zu wissen.
00:04:08: Niemand kann alles wissen.
00:04:09: ich weiß auch leider nicht alles.
00:04:10: Ja?
00:04:11: Niemand kan alles wissen was mit Kindern und mit Entwicklung zusammenhängt Und in vielen Momenten braucht es einfach auch noch mal eine Einzelfallbetrachtung, um rauszufinden.
00:04:23: Was ist denn eigentlich jetzt hier los gewesen?
00:04:25: Aber so grundsätzlich würde ich sagen wir hören auf zu sagen na das Kind ist halt bockig und dicht gefolgt.
00:04:32: da dran wird ja dann öfter Mal auch sowas gesagt Ja das ist ja auch klar Das Kind kriegt ja Zuhause auch einfach nur was es will das kriegt überhaupt keine Grenzen gesetzt Da fehlt er einfach auch.
00:04:44: nein Im gleichen Moment oder ein paar Momente später sagen dann aber Leute wie wichtig das ist, dass wir auf Augenhöhe mit dem Kind sind und mit den Eltern.
00:04:57: Und dass wir einen respektvollen Umgang haben usw.
00:05:00: Dann denke ich mir ja aber wann?
00:05:02: Also wann haben wir denn die Augenhöre?
00:05:04: Wann haben wir den respektollen Umgang wenn nicht in diesen Momenten?
00:05:07: und wieso nehmen wir uns dann raus das so zu verurteilen?
00:05:12: und woher wollen wir denn wissen, dass es da einen Zusammenhang gibt womöglich noch ein kausalen Zusammenhang zwischen Das Kind Bockt in Anführungsstrichen in der Kita oder weil es Zuhause kein Nein erfährt.
00:05:27: Das ist so eine einfache Gedankenlinie, das finde ich ganz interessant Weil das schon allein, weil es so einfach ist nicht sein kann Ganz einfach.
00:05:41: Und dazu kommt ja auch, dass aus diesem Spruch dieses Ja und das Kind ist bockig weil es zu Hause kein Nein erfährt oder weil es Zuhause halt alles bekommt oder so.
00:05:54: Da spricht ja so ein Adultismus raus.
00:05:56: da können wir so einen Schildchen aufstellen wo drauf steht Hallo Adultismus!
00:06:00: Da bist du ja wieder!
00:06:01: Ben, wo warst Du denn die letzten fünf Minuten?
00:06:05: Weil da ganz klar der Anspruch draus spricht, den Erwachsene an Kinder haben.
00:06:11: Der dann heißt das Kind muss so werden wie wir uns das vorstellen und das Kind muß dahin erzogen werden.
00:06:19: die Vorstellung in vielen erwachsenen Köpfen ist ja immer noch dass Kinder Dahingebracht werden müssen Teile oder Personen, Menschen in einer Gemeinschaft, in einer Gesellschaft zu werden und dass es dafür bestimmte Voraussetzungen braucht.
00:06:39: Und witzigerweise, das ist jetzt sarkastisch gemeint, witzigerweise gehört ja Gefühle zeigen, Wüten sein auch mal sagen ich finde das hier richtig scheisse Krane gehört ja witzigenweise irgendwie gar nicht dazu wohl Ja?
00:06:55: Und dabei ist es so wichtig für die Kinder zu lernen sich auch abzugrenzen und sich vielleicht wirklich dann in dem Moment, das hat vielleicht auch was mit einem Temperament zu tun oder mit einem Charakter oder so ja.
00:07:09: Vielleicht sich wirklich auch mal hinzuschmeißen und alle Welt anzuschreien und sagen nein ich will es nicht!
00:07:15: Lass mich in Ruhe Ja?
00:07:17: Und was ja jetzt in der Entwicklung passiert ist dass das Kind irgendwann lernt Ich bin gar nicht symbiotisch verbunden mit meiner Umwelt sondern andere Menschen haben andere Vorstellungen, andere Menschen habe andere Gefühle.
00:07:30: Die haben einen anderen Plan wie das jetzt hier zu laufen hat und der Plan passt vielleicht gar nicht mit meinem Plan überein.
00:07:36: Und dann ist eben die Sache dafür müssen wir wissen wie Gehirne funktionieren und wie Gehörne sich ausbilden.
00:07:44: Das dauert unheimlich lange und ich glaube dass da Kinder oft und lange überschätzt werden, in dem was die können oder was sie können sollten.
00:07:56: Ja weil dieses Gehirn braucht unheimlich lange so irgendwas zwischen einundzwanzig und fünfundzwannzig Lebensjahre ungefähr bis das vollständig ausgebildet ist.
00:08:07: es sind so ein paar teile im gehirn die sind ein bisschen früher schon angelegt und die arbeiten ihre sachen ab.
00:08:14: Und der Teil, in dem es darum geht Frustrationstoleranz zu haben, Motivationsaufschub zu haben Sprache zu lernen, Abstraktesdenken zu lernen usw.
00:08:23: Das ist der Teil der am allerlängsten braucht.
00:08:25: und das ist was ich glaube.
00:08:28: also was ich wissen muss.
00:08:29: als pädagogische Fachkräfte wäre schön wenn das älteren Teile auch wüssten.
00:08:32: wir sprechen jetzt von pädagogischen Fachkräften damit wir halt nicht in diese Vorverurteilung kommen zu sagen, ja das Kind ist jetzt halt bockig weil es kein Nein erfährt.
00:08:42: Weil was passiert denn jetzt?
00:08:44: Wenn ich das nicht weiß wie lange dieses Gehirn braucht um sich zu entwickeln wenn ich dann davon ausgehe dass ist jetzt einfach nur bocki und weil es halt das Nein nicht kennt da neigen Menschen dazu erst recht einen Nein aufzustellen und in so eine Art Machtkampf zu gehen, wo es das vielleicht gar nicht braucht.
00:09:02: Sondern wo es eigentlich jemanden braucht der weiß, aha da ist noch keine Frustrationstoleranz da, da gibt's noch keinen Motivationsaufschub, da können auch Bedürfnisse gerade noch nicht gut aufgeschoben werden.
00:09:14: Womöglich musste das Kind den ganzen Tag schon kooperieren in der Kindertageseinrichtung oder vielleicht war es zu Hause schon anstrengend?
00:09:22: Da ist nur noch ganz wenig Ganz wenig Möglichkeit da zu sagen, okay ich gehe jetzt auf das ein und ich kann mich auf das Einlassen was mir jemand sagt.
00:09:31: Bevor sozusagen das Fass überläuft oder andersrum gesagt bevor das Kooperationsfass leer geht so ja Und das ist etwas das brauchen Erwachsene.
00:09:42: dann dass die das wissen, dass sie das sehen und dass die eben nicht das Kind verurteilen sondern dass sich vielleicht sogar freuen sagen geil wichtiger Entwicklungs Schritt den wir hier haben Das wird halt interessant in der nächsten Zeit mega gut.
00:09:54: Und dass die eben gleichzeitig auch wissen, das Kind kommt da selber nur ganz schlecht raus.
00:10:00: Und vor allem kommt es eben... Also es kommt schon raus auch wenn man sagt ne und du musst jetzt eine Auszeit machen aber das würde bedeuten die Verbindung bricht halt ab zum kind.
00:10:10: ja also wir verlieren direkt Die.
00:10:15: die verbindung des kind bekommt gespiegelt.
00:10:18: ich muss mich anpassen Ich darf meine gefühle nicht zeigen ich darf eigentlich nicht der mensch sein der bin oder der ich gerade versuche zu werden, weil ich sonst ausgestoßen werde.
00:10:28: Ich werde isoliert vom Rest und das heißt das Beste was wir machen können in solchen Situationen ist es alles einmal auf dem Schirm zu haben tief durchatmen und dann dem Kind zugewandt begegnen einfach auch drauf zu achten, wie bin ich denn selber?
00:10:47: Bin ich gerade selber irgendwie in einer halbwegs guten Verfassung?
00:10:51: manchmal merkt man dann also mir ging das ein paar mal so dass ich gemerkt habe mein Herz klopft auch ganz schön und ich atme ganz flach.
00:10:58: Und dass sich das versuche irgendwie hinzukriegen oder dass es im Team die Möglichkeit gibt sich jemanden zu holen der das dann in dem Moment gut kann weil wir sind alles Menschen und Wahnsinnserkenntnis wow Und es kann halt sein, dass wir selber das dann gerade nicht gut können.
00:11:16: Warum auch immer?
00:11:17: Es gibt vielleicht irgendwas zu Hause oder ... Vielleicht war das jetzt schon irgendwie die dritte Situation in der Art an dem Tag und wir denken so, boah ich kann das jetzt noch mal.
00:11:27: Dass es aber jemanden gibt, der das Kind mit beruhigen kann, der da in eine Situation kommt mit einem ruhigen Nervensystem wo das Nervenystem vom Kind die Chance hat darauf zu reagieren.
00:11:42: Ganz wichtig ist auch, du kennst es vielleicht, dass man dann mit Sprache gar nicht mehr durchkommt.
00:11:47: Wenn ein Kind wirklich so in diesen Gefühlen drinsteckt, man kommt nicht mehr gut durch mit Sprach.
00:11:54: Du kannst da sagen was du möchtest und du hast das Gefühl, da ist niemand da.
00:11:58: Und was aber helfen kann, ist Mimik Eine ruhige Mimik, vielleicht ein lächelndes Gesicht.
00:12:06: Was helfen kann ist Berührung wenn das möglich ist.
00:12:09: Das wird auch empfohlen das vorher anzukündigen nicht einfach einen Kind dann anzufassen in dem Moment oder was auch manchmal helfen kann es vielleicht zu singen.
00:12:18: Da sind alles Dinge die so bisschen Entspannung in der Situation bringen.
00:12:21: oder du bist einfach nur dabei und wartest einfach ab.
00:12:26: Aber das Wichtigste ist im Kind nichts zu sagen.
00:12:29: Du bist hier gerade falsch und wenn du dich so verhältst, dann weiß ich nicht.
00:12:34: Dann darfst du nicht mehr mit oder dann darfst noch nicht mehr mitspielen?
00:12:36: Oder gehen wir jetzt ohne dich oder was dann eben alles so kommt?
00:12:40: Sondern dem Kind zu signalisieren egal was es ist Wir sind hier zusammen!
00:12:44: Wir gehen hier zusammen durch.
00:12:46: Das ist das Wichtigste Weil natürlich das Kind trotzdem in der Situation irgendwas lernen wird Und je nachdem wie alt Kinder sind kann man natürlich hinterher auch nochmal ins Gespräch gehen.
00:12:58: Jetzt ruft mich meine Steuerberaterin an, Moment.
00:13:02: Ey ich sagst dir Steuern!
00:13:05: Steueren sind... Es macht Spaß, es ist toll Ich liebe die Selbstständigkeit.
00:13:10: Okay jetzt muss ich überlegen wo ich gerade war.
00:13:13: Ich höre's mir nochmal an, moment Sinds auch die Frage schneidet man dann sowas raus?
00:13:17: Lässt mans drin?
00:13:20: Ich lass das jetzt drin.
00:13:21: Also was ich sagen wollte is' es wichtig dass wir dem Kind signalisieren Das ist alles okay so und wir sind für dich da Weil das Kind nicht die Verantwortung dafür trägt, dass wir als Erwachsene und vor allem nicht wir als Fachpersonen, als Fachkräfte lernen damit umzugehen.
00:13:43: Und dass wir lernen, wie was genau passiert denn da jetzt im Gehirn?
00:13:51: Und dass wir nicht eben anderen Leuten die Schuld dafür geben.
00:13:54: Also nicht den Eltern und auch nicht dem Kind!
00:13:57: Es hat niemanden Fehler gemacht – gar niemand!
00:14:00: Das hat es... Es hat Niemandem Fehler gemacht und das hat niemandem Fehler sondern das gehört zur Entwicklung mit dazu.
00:14:07: Und natürlich kann man im Einzelfall, wenn wir den Eindruck gewinnen, das ist jetzt hier in der Intensität und in der Dauer
00:14:15: usw.,
00:14:16: in der Häufigkeit ist es echt krass!
00:14:18: Natürlich kann man dann auch noch mal gucken – und das würde ich auch empfehlen passt da alles?
00:14:24: Ja, also geht es wirklich um eine Entwicklung oder geht es darum dass permanent die Bedürfnisse von diesem Kind übergangen werden und das es keine andere Chance mehr sieht.
00:14:33: Das kann nämlich auch sein ja, dass ist einfach auch ne Art von von Strategie lernen, Strategieentwicklung ist, dass das Kind dadurch eben zeigt hey ihr überseht mich hier gerade!
00:14:44: Das ist total gut möglich und das würde ich immer empfehlen auch nochmal einen Blick drauf zu werfen.
00:14:52: Und dann möchte ich noch zwei drei Sätze verlieren zu diesem ganzen Jahr.
00:14:56: und jetzt das Kind trotzt jetzt halt.
00:14:58: Und es bockt jetzt halt, ja?
00:15:00: Ich habe da irgendwann vor weiß nicht wie vielen Jahren schon mal eine Podcast-Folge dazu gemacht.
00:15:05: und weil ich das so schade finde dass das so abwertend dann klingt Ja und dass in dem Moment das ist wie zu sagen die pubertieren jetzt halt irgendwie scheinen Erwachsene zu glauben Dass man mit diesen Begrifflichkeiten die ganze Gefühlswelt von so einem jungen Menschen einfach negieren kann.
00:15:27: Man kann es einfach nicht mehr so ernst nehmen, nur indem man sagt ja das ist halt publiziert jetzt halt bockt jetzt halt naja müssen wir halt durch am besten jetzt konsequent bleiben finde ich ganz ganz schwierig.
00:15:41: und wenn wir jetzt nochmal gucken was bedeutet denn trotz?
00:15:45: dann heißt trotz Widerstandsfähigkeit Er oder sie trotz dem Sturm.
00:15:53: großartiger Satz in ganz, ganz vielen Büchern.
00:15:56: Warum ist es denn jetzt nichts Großartiges wenn uns das in der realen Welt, in der Realien Entwicklung passiert?
00:16:02: Warum feiern wir alle irgendwie Kinder ab in irgendwelchen Bücheren die halt nicht so sind wie der Rest der Welt.
00:16:10: aber wenn die uns im echten Leben begegnen dann kriegen wir kollektiv irgendwie die Krise aus dem Gefühl raus.
00:16:17: ja also das heißt Wir dürfen uns da echt bewusst machen.
00:16:23: Trotz sich selbst behaupten, das ist was Gutes.
00:16:26: Es entwickelt sich eine Widerstandsfähigkeit es entwickelt sich ein Bewusstsein dafür dass ich jemand bin und du bist jemand anderes Und wir dürfen unterschiedliche Meinungen haben und dann muss ja Lernen stattfinden.
00:16:38: Dann muss ja irgendwie passieren Dass dem Kind jemand spiegelt hey Du darfst eine andere Meinung haben du darfst hier dein dein Ziel genauso verfolgen wie Ich Das auch Darf und so und So kann das zusammengehen.
00:16:51: Ja Und dass wir eben dazu noch wissen, Wir können mit einem Kind in dem Moment einfach nicht so rational sprechen wie mit einem Erwachsenen.
00:17:00: Und manchmal wenn wir ganz ehrlich sind jetzt nochmal kurz Können wir ja auch mit einem erwachsenen nicht In so in so momenten wo man sich wirklich streitet So umgehen zu sagen Ja du dann ist es halt deine Meinung.
00:17:13: und hier ist es meine meinung weil man trifft auf so punkte Wo man merkt nee das kann ich jetzt gerade gar nicht aushalten Und wichtig ist halt, das zu reflektieren und das ist was.
00:17:24: Da hat auch das Kind nicht die Verantwortung dafür sondern da haben die Erwachsenen die Verantwortung dazu dass sie halt die Erwachsenden sind.
00:17:32: also wenn wir für uns beanspruchen Dinge besser zu wissen und besser zu können als Kinder dann wäre das vielleicht ein guter Punkt wo wir das anfangen.
00:17:41: ja und es ist auch wirklich Egal in welcher Situation das dann gesagt wird.
00:17:49: Es kann sein, dass Kind geht nicht nach Hause.
00:17:52: Das kann das klassische Süßigkeitenregal sein.
00:17:54: Man trifft irgendwelche Eltern noch mal auf dem Nachhauseweg und das Kind flippt völlig aus.
00:17:59: oder das Kind hat einfach wegen irgendwas anderem gerade eine andere Vorstellung.
00:18:04: es möchte ich mit zum Mittagessen gehen oder es möchte nicht mit zum Schlafen oder es möcht nicht mit in den Garten oder was auch immer.
00:18:09: ja?
00:18:10: Es ist völlig egal wichtig für Uns als wirklich professionell arbeitende Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen, dass wir uns das bewusst machen und nicht dann am nächsten Tag zu Kolleginnen oder zum Kollegen rennen.
00:18:23: Und sagen ja, hast du das wieder mitbekommen?
00:18:26: Also die Frau Müller-Meier Schmidt hat ja das Kind gar nicht im Griff der Wickel um den kleinen Finger!
00:18:32: Wenn sie nichts macht was da will, dann bockt er.
00:18:35: Das ist kein fachliches Gespräch.
00:18:42: Und das wäre mir ganz wichtig, dass wir da wegkommen und deshalb habe ich auch eingangs gesagt am liebsten würde ich das verbieten.
00:18:49: Was sich dann in dem Zusammenhang immer wieder höre ist dieses Ding mit Ja, aber wir können ja nicht so auf die Kinder eingehen.
00:18:57: Wir haben ja noch so viele andere Kinder auch und der Tagesplan muss ja auch irgendwie weitergehen Und das finde ich gar nicht.
00:19:05: Also ja es sind noch viele andere kinder da und gleichzeitig werden sie nicht alle gleichzeitig das gleiche brauchen Die werden nicht alle Gleichzeitig die Aufmerksamkeit brauchen oder die werden nicht Alle gleichzeitig brauchen dass sie durch so ein gefühl Durchbegleitet werden.
00:19:23: Und deshalb zieht das Argument für mich nicht.
00:19:24: und das Allerschlechteste Argument ist, für mich zu sagen Ja weil wir müssen ja den Tagesablauf irgendwie am Laufen halten.
00:19:31: Also das höre und lese ich immer mal wieder dass Leute der Meinung sind da wäre ja den Fachkräften die Hände wären ja die händige Bunden dann könnte man gar nichts machen.
00:19:42: Weil der Tagesablauch ist nun mal wie er ist und dann muss ich doch sagen hui!
00:19:47: Robert?
00:19:49: brauchen wir da jetzt wieder unser kleines Adultismus Schild oder was ist da los?
00:19:53: Weil, Wir sind ja die, die den Tagesablauf gestalten und wir können durchaus sagen wenn wir feststellen, wir haben da gerade ein Kind oder mehrere Kinder, die bestimmte Bedürfnisse haben.
00:20:06: Die das braucht dass wir da sind dann muss dafür der Tagesablauch verändert werden.
00:20:13: Das können wir machen.
00:20:14: Wir können den so anpassen, dass er zu uns passt, das er zu den Kindern passt Dass wir solche Dinge auffangen können.
00:20:21: Das heißt ja nicht es gibt nie wieder weiß ich nicht was auch immer denn dafür weichen muss oder Ja einfach was was dann dafür weichern muss sondern das heißt einfach nur jetzt im Moment temporär ist Es uns nicht möglich und es wäre etwas anderes gerade besser.
00:20:38: das können wir Machen.
00:20:38: Das ist überhaupt kein Problem, weil diese Tagesabläufe sind ausgedacht.
00:20:43: Die sind keine Gesetze!
00:20:45: Wenn ich was mit wirklich hundertprozentiger Sicherheit sagen kann dann der Morgenkreis ist kein Gesetz.
00:20:52: Der Tagesablauf ist kein Gesetzentwurf.
00:20:57: Das mag vielleicht so wirken aber das ist nicht so sondern was wir eigentlich machen müssen und wo wir Denn Auftrag haben es zu gucken, was brauchen die Kinder und unseren Tag so zu bauen und so zu gestalten, dass das mit den Kindern gut übereinstimmt.
00:21:14: Das kann auch an einer Stelle mal heißen einen Tagesablauf zu haben, der wirklich ganz klar im gleichen Ablauf immer wieder die gleichen Punkte hat – das kann so sein!
00:21:26: Ich sage das, weil ich das nicht per se ausschließen möchte.
00:21:28: Ich habe das noch nie erlebt.
00:21:30: okay also dass es wirklich nur um einfach von vornherein zu sagen ja ist eine Möglichkeit aber die Wahrscheinlichkeit dass ein Tagesablauf der weniger vorsortierte Punkte erhält gebraucht wird ist aus meiner Sicht viel höher.
00:21:52: Hier geht es auch zu wie im Taubenschlag heute.
00:21:57: So, abschließend möchte ich noch mal und ich habe sie schon ein paar Mal gesagt aber es tut mir leid dass da müssen wir jetzt alle zusammen durch möchte nochmal hinweisen auf das neue buch von Sandra Richter und Mir.
00:22:10: Das wird übernächste Woche, von heute aus über nächste Woche erscheinen am fünften Juni.
00:22:18: Und jetzt muss ich es gerade nochmal raussuchen weil ich einfach immer noch diese Begriffe durcheinander bringe wie das heißt Aber ich glaube langsam habe ich es drauf.
00:22:28: Das heißt, Adultismus wahrnehmen, reflektieren, abbauen und das wird erscheinen im Klett-Kita Verlag.
00:22:35: Das ist jetzt schon vorbestellbar und das würde uns ganz viel wirklich ganz ganz viel bedeuten wenn ihr das alle vor bestellt und vor allem wenns dann da viele gute Rezensionen auf Amazon gäbe und zwar gar nicht weil wir so große Amazon Fans sind tatsächlich nicht sondern Weil Amazon einfach so viele Marktanteile hält, dass das für alle Menschen die Schreiben wichtig ist.
00:23:01: Dass dort die Rezensionen erscheinen und dass es vor allem möglichst gute Rezensions sind damit einfach die Bücher ein Stückchen weiter oben gerankt werden Damit sie weiter gelesen und erkannt und gefunden werden können Und genau deshalb würde ich dich auch da bitten Das Buch nicht unbedingt bei Amazon zu kaufen Außer du hast wirklich überhaupt gar keine andere Möglichkeit, dann es bleibt eh dir überlassen.
00:23:29: Aber du kannst zum Beispiel das Buch in deiner örtlichen Buchhandlung kaufen und kannst trotzdem auf Amazon eine Rezension schreiben.
00:23:36: Und dafür ist auch wichtig – das habe ich glaube jetzt in der letzten Folge schon oft gesagt – es ist total wichtig zu wissen Es muss gar keine große gar kein eigener großer Roman sein oder kein eigenes extra Buch sozusagen.
00:23:49: Das reicht, wenn du dem Ding irgendwie fünf Sterne gibst und dazu schreibst tolles Buch oder hat mir mega viel geholfen oder sollten alle gelesen haben oder alles was Sandra schreibt ist sowieso toll oder irgendwie so etwas.
00:24:01: ja das würde uns richtig richtig richtig dolle viel bedeuten.
00:24:10: So dann möchte ich noch kurz was sagen.
00:24:12: und zwar werde ich kommende Woche, wenn ich jetzt immer auch meine Daten alle auswendig wüsste und parat hätte, wäre das ja auch ganz großartig.
00:24:27: Kommende Woche am neunten sechsten, zwei tausend sechsundzwanzig werde ich abends so einen kleinen online Impulsvortrag zu Adultismus halten.
00:24:38: da stelle ich dir den anmelde link in die Folgenbeschreibung.
00:24:43: Das kostet dich nicht, so kannst du dich da einfach gerne anmelden.
00:24:45: das ist von siebzehn Uhr dreißig bis zu kann neunzehntundundviertvierzig und da werde ich so ein paar Dinge einfach zur Adultismus sagen.
00:24:54: Ich weiß noch nicht wahrscheinlich einfach so die Grundlagen wenn du die schon kennst es wird dich nicht so interessant.
00:24:59: und wenn du jetzt aber sagst doch das würde mich doch interessieren oder du möchtest vielleicht irgendwie die Gelegenheit nutzen mir auch eine Frage zu stellen dafür wird's bestimmt am Ende noch ein paar Minuten auch Zeit geben dann sehr gerne.
00:25:14: Okay, dann freue ich mich wenn du nächstes mal wieder bei mir in der naiven Welt dabei bist!
00:25:23: Ich muss noch ein bisschen gucken was mein nächstes Thema sein wird und ja...ich glaube das war's bis dahin, tschaui!
00:25:31: Ach so!
00:25:32: Noch eine Sache habe ich vergessen.
00:25:34: Du kannst super super gerne meinen Newsletter abonnieren auf meiner homepage www.finger.de Und da gibt's zwei Möglichkeiten.
00:25:42: Du kannst dich entweder anmelden, indem du dir einen Leitfaden runterlädst oder wenn du den haben möchtest, ne?
00:25:51: Indem du dich dafür anmeldest.
00:25:55: Nee ich fange noch mal an.
00:25:56: also es gibt zwei Möglichkeiten.
00:25:58: Beide führen zum Ziel, beide bringen dich auf meinen Newsletter-Liste aber du bekommst in beiden Fällen was dafür.
00:26:04: Das eine ist ein gratis Leitfaden um dein eigenes pädagogisches Handeln zu überprüfen.
00:26:08: da geht es im Grunde um Adultismus und um erzieherische Macht.
00:26:13: das andere ist ein Praxischeck für gelebte Partizipationen.
00:26:19: Das heißt, da gibt es ein paar weiterführende Fragen zur Partizipation.
00:26:25: Wie setzt ihr das um bei euch in der Kita?
00:26:27: Was kannst du selbst dafür tun, was sind deine nächsten Schritte, um in der einen oder anderen Situation noch mehr Partizepation reinzubringen?
00:26:34: Weil Kinderrechte zu stärken immer bedeutet, Adultismus abzubauen und mein Weg ist ganz oft über PartizEPation zu gehen weil sich viele andere Kinderrechte meiner Ansicht nach drin finden wobei natürlich auch alle möglichen anderen Kinderrechte einfach super wichtig sind, das heißt überall da wo wir Kinderrechten stärken können bauen wir Adultismus ein Stückchen ab oder schmälern den wenigstens.
00:26:59: und du findest auf meiner Homepage unter Angebote beide Reiter.
00:27:04: Du könntest dich theoretisch sogar zu beiden anmelden.
00:27:08: Dann werden das erst mal zwei parallele Strängen, die nebeneinander herlaufen und irgendwann bist du dann in einem Newsletter drin.
00:27:15: Das würde auch gehen.
00:27:16: also wenn Du jetzt sagst ich habe den Newsletter schon und ich hab den damals über den Leitfaden zur Überprüfung des pädagogischen Handelns bekommen Und ich hätte aber jetzt gerne einen Alltagscheck melde dich einfach da nochmal an der passiert gar nix außer dass Du halt Den dann bekommst.
00:27:30: aber das System versteht ach das ist ja die gleiche E-Mail Adresse.
00:27:34: Ja das kannst Du machen da würde ich mich freuen Vor allem weil ich so bisschen immer wieder drüber nachdenke, was machen wir mit diesem Instagram?
00:27:43: Ich weiß.
00:27:44: Ich hatte das schon mal und ich habe das auch schon ein paar Mal hier im Podcast gesagt Wir wissen alle nicht, was damit passiert.
00:27:49: vielleicht geht Das Ding irgendwann in die Luft Und dann ist es schade Weil wir alle keinen Kontakt mehr haben können und der newsletter ist eine gute kostenfreie Alternative dazu.
00:27:59: Da gibt's auch nicht so viel.
00:28:01: also im moment versuche ich da wöchentlich eine E-Mail zu schicken und alle die da drin sind wissen, es hat gar nicht gut geklappt in der letzten Zeit.
00:28:09: Das wird wieder besser hoffentlich irgendwann so!
00:28:11: Und jetzt wirklich verabschiede ich mich von dir.
00:28:15: wir hören uns hoffentlich in der kommenden Woche wieder.
00:28:17: bis dahin habsfein tschaui.